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Republik auf der gleichnamigen Mittelmeerinsel sowie den zugehörigen Inseln Gozo, Comino u. a., 316 km², 406 000 Einwohner einer arabisch-phönizisch-italienisch-normannischen Mischbevölkerung, Hauptstadt Valletta, Amtssprachen Maltesisch und Englisch.
Wirtschaftliche Bedeutung erhält das unfruchtbare Malta durch die günstige Verkehrslage und als Mittler zwischen Nordafrika (v. a. Libyen) und Europa sowie durch einen wachsenden Fremdenverkehr.
Melite, die sagenhafte Heimat der Nymphe Kalypso, war bereits in der Jungsteinzeit besiedelt. Karthager (600 bis 216 v. Chr.), Römer, wandalische, gotische und byzantinische Eroberer hinterließen ihre Spuren, ehe sich die Araber 870 n. Chr. festsetzten. Sie wurden 1091 durch die Normannen vertrieben, denen Staufer, Anjou und Spanier folgten. 1530 schenkte Karl V. Malta dem Johanniterorden. Erst mit Napoleon kam 1798 der nächste Eroberer, der seine Beute aber schon 1802 den Briten überlassen musste. Sie gewährten 1921 die beschränkte, 1947 die volle Autonomie und 1964 die Unabhängigkeit. 2004 Beitritt zur EU.